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Die 6 Goldmedaillen
  




   Das sind die Plastiken aus Zucker, die von den Köchinnen des Restaurants Chongryu, einer der berühmtesten Gaststätten Pyongyangs, geschaffen wurden.
   Im vergangenen April wurden sie auf der 6. Ausstellung der Zucker- und Kuchenfiguren ausgezeichnet. Besonders die Werke „Alle Vögel fliegen herbei“ und „Die Welt im Meer“ erinnern angesichts des hohen Darstellungsniveaus an die echten Kunstwerke.





   Auf der Grundfarbe wurden etwas helle Zuckerplastiken angebracht und darüber ein durchsichtiger Stoff gedeckt und wiederum die Zuckerplastiken mit klaren Farben angeklebt, so dass es plastisch wirkt. Dank des einzigartigen Einfalls und lebendigen Darstellung genossen diese zwei Zuckerplastiken einen guten Ruf.
   Auf der diesmaligen Messe bekamen sie ihre 6. Goldmedaille.

  

   Die Köchin Sin Hye Sun soll von der Zuckerfigur einigermaßen Ahnung gehabt haben. Aber sie stellte erst seit der 1. Ausstellung vor 10 Jahren solche Skulpturen her.
   „Anfangs war ich ziemlich sicher, dass ich auch machen könnte. Aber in der Tat fiel es mir sehr schwer, denn der Zucker ist ein Material, das sich schwer handhaben lässt.  
   Für eine Chrysantheme allein musste man mehr als 100 fadenartige Blütenblätter sorgfältig ziehen und anbringen, was sehr viel Mühe kostete.
   Aber als wir das erste Werk präsentierten, waren wir unheimlich stolz darauf, es mit eigener Hand geschaffen zu haben.“
   Jedes Mal auf der Messe änderten sie die Struktur und Darstellungsmethoden, aber dabei richteten sie ihr Augenmerk darauf, den üblichen Zucker zu benutzen, um die Selbstkosten maximal zu senken und dabei den gleichen Eindruck wie bei Skulpturen erwecken zu lassen, die mit speziellem Zucker für Plastiken hergestellt werden.
   Es war gar nicht einfach, mit eigener Hand das Material für Zuckerplastik zu schaffen, weil sie auch für den Kundendienst und ihre eigenen Familien sorgen mussten.
   Aber Frau Sin übernahm freiwillig die Sache. Nach großen Anstrengungen gelang es ihr, neue Mischungstechnik von Rohstoffen ausfindig zu machen und auf dessen Grundlage die Zuckerplastik zu verwissenschaftlichen und diese Methode theoretisch zu systematisieren. Dabei führte sie auch die Methode der Streuung, eine typische Darstellungsmethode der Koreanischen Juwelenmalerei, ein, erzielte damit bei der Zuckerplastikdarstellung neue Entwicklung.
   „Ich arbeite seit mehr als 40 Jahren im Dienstleistungssektor. Öfters fühlte ich mich ermüdet. Da sagte ich mir: Du bist Dienerin des Volkes. Es ist sinn- und ehrenvoll, dem Volk zu dienen. Mit dieser Meinung arbeitete ich ganz tüchtig.
   Auch bei Zuckerplastik war es der Fall. Wir hatten viele Schwierigkeiten. Aber als unsere Zuckerplastiken den Kunden Freude bereiteten, vergaßen wir unsere Mühsal und empfanden große Freude.“
   Der Stolz, dem Volk zu dienen, war das Geheimnis für ihre 6 Goldmedaillen.