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Das „Acht-Punkte-Strafgesetz“ - Geschriebenes Recht von Kojoson
   Das „Acht-Punkte-Strafgesetz“ ist das geschriebene Recht von Kojoson, dem ersten Sklavenhalterstaat Koreas.
   Prof. Dr. Kwon Sung An, Abteilungsleiter des Geschichtsinstituts bei der Akademie der Gesellschaftswissenschaften, sagte, dass das geschriebene Recht von Kojoson die Forderungen und Interessen der Sklavenhalterklasse widerspiegelte.
   „Das ,Acht-Punkte-Strafgesetz` bestand aus 8 Paragrafen, von denen nur 3 bis heute überliefert sind.
   Erstens, wer den Menschen getötet hat, soll zum Tode verurteilt werden. Zweitens, wer den Anderen verletzt hat, soll ihn mit dem Getreide entschädigen. Drittens, wer dem Anderen seine Sache gestohlen hat, soll egal, ob er Mann oder Frau ist, zum Sklaven des Geschädigten werden, und wenn der Verbrecher von der Strafe befreit werden will, hat er das Geld in Höhe von 500 000 zu zahlen.“
   Im Gesetz des Sklavenhalterstaates galt im Allgemeinen der Grundsatz „Gleiches mit Gleichem bestrafen“.
   Aber im „Acht-Punkte-Strafgesetz“ wurde dieses Prinzip nicht ganz, sondern teilweise angewandt, indem die zugefügten Schäden durch die Abgabe des Getreides wiedergutgemacht wurden.
   Das bedeutet, dass das geschriebene Recht von Kojoson damals ein ziemlich fortgeschrittenes Gesetz war.
   Das „Acht-Punkte-Strafgesetz“ ist das Kulturerbe koreanischer Nation, das die soziale Realität in der Zeit von Kojoson wiedergibt, in der der antagonistische Gegensatz und Kampf zwischen den 2 Klassen, d. h. den Sklavenhaltern einerseits und den Sklaven bzw. niedrigen Ständen andererseits die wesentlichen gesellschaftlichen Verhältnisse bildeten.